Fitness-Tracker, Apps und Wearables – nützlich oder sinnlos?

By Michael 3 Jahren agoNo Comments
Home  /  Fitness-Tracker  /  Fitness-Tracker, Apps und Wearables – nützlich oder sinnlos?

Bild

Die neuesten Gadgets zum tracken von Puls, Blutdruck, Distanz und verbrauchten Kalorien sind echt super. Man weiß jetzt (endlich) alles ganz genau, kann alles über das Smartphone auf Monate zurückverfolgen und seinen Trainingsplan entsprechend ausrichten!

Eigentlich ganz nützlich die Dinger… oder produzieren sie doch nur jede Menge Daten ohne Nutzen?


Fitness-Tracker, eine Übersicht

Bild

Ich möchte hier keine konkreten Produkte sondern nur deren Funktionen erwähnen. Wenn euch was im Detail interessiert, dann schaut mal auf diese Seite: Connect.de/Fitness-Tracker oder auf Amazon.at.

Mittlerweile gibt es eine breite Auswahl an sogenannten Fitness-Trackern. Diese „Wearables“ werden oft als „the next big thing“ behandelt und jede größere Gadget-Firma hat ihre eigenen Produkte im Portfolio. Die Basisfunktionen sind oft Schritt-, Distanz- und Kalorienzähler und Messung der Schlafdauer bzw. -Zyklen.

Verbindung mit Smartphone und Computer sind ebenso standardmäßig dabei sodass man ein schönes Archiv aufbauen kann, Nachrichten am Tracker lesen kann (falls verfügbar) und Tipps für eine bessere Performance bekommt. Die Ziele können natürlich geteilt und Freunde auf Facebook herausgefordert werden.

Dann gibt es welche die einen Schritt weiter gehen: Life-Logger genannt! Diese können zusätzlich als alltägliches Logbuch fungieren, indem es beispielsweise gesehene Filme, gehörte Musikstücke oder besuchte Orte aufzeichnet.

Ich selbst bin ein Technikfan und mich interessieren neue Dinge generell sehr stark. Nur bei diesen Fitness-Trackern frag ich mich doch:


Warum das Ganze?

Bild

Nochmal zusammengefasst erlauben mir die Fitness-Tracker die Bewegung im Sport und Alltag zu messen. Ebenso werden die Herzfrequenz, Distanz, verbrauchte Kalorien und Schlafdauer erfasst. Das erlaubt mir, mich im optimalen Pulsbereich zu bewegen etwa wenn ich Fettverbrennung im Fokus habe.

Wenn ich Profisportler bin und mit normalem Training nicht mehr viel weiter komme so kann mir auch hier ein Tracker helfen die Bewegungen zu analysieren und zu optimieren. Nicht zu vergessen all jene mit Verletzungen, Herzschwächen oder sonstigen körperlichen Einschränkungen die ein Monitoring nötig machen.

Menschen mit wenig Motivation kann es helfen, sich an ihre Trainingseinheiten zu „erinnern“ weil die Geräte sind nicht so nachsichtig wie Freunde und Bekannte. Rotes Licht heißt: Hintern hoch und 100 Liegestütze… JETZT! Keine Gnade! Sonst weiß ein jeder, dass man hinterher hinkt…

… und trotz all der Vorteile halte ich diese Geräte vor allem für eines: ÜBERFLÜSSIG!

Wozu muss ich messen wieviele Stunden ich geschlafen habe? Das weiß ich doch auch so?! Müde = zuwenig Schlaf, so einfach ist das. Mit meinen mittlerweile 30 Lebensjahren sollte ich doch wissen wieviele Stunden Schlaf ich brauche damit ich fit und gesund bleibe. Dazu brauch ich kein teures Gerät!

Genauso wie diese ganzen Apps die alles mögliche messen und aufzeichnen: WOZU? Sind wir plötzlich alle Hochleistungsportler geworden, dass wir eine Optimierung der letzten 5% Leistungsreserven nötig haben? Wenn ich mich von 3 auf 3,2 Kilometer Laufdistanz steigere: ist das wirklich notierungswürdig? Und wen von den Freunden juckt das überhaupt? Wenn ich auf Facebook sehe wer, wie lange und wie weit gelaufen ist (*hust* runtastic *hust*), dann lässt mich das eigentlich ziemlich kalt.

Versteht mich nicht falsch: ich find es super, dass die Leute sich bewegen und Sport machen. Nur muss ich das ständig in die Welt hinausposaunen? Jeder kann sehen ob eine Person sportlich ist oder nicht, das muss ich nicht bei jeder Gelegenheit posten, tracken und analysieren.


Fazit

Vielleicht gehe ich auch ein wenig zu hart ins Gericht mit dieser Technologie. Vielleicht hilft es, jetzt noch Untrainierten, sich zu motivieren und mit Sport anzufangen.

Nichtsdestotrotz denke ich, dass es nach wie vor hauptsächlich überflüssig ist. Die Gadget kosten zwischen 30 und 200€ und dafür bekomm ich schon fast ein Jahr Fitness-Center.

Es bringt auch nichts die beste Technologie zu benützen und dabei auf grundlegende Dinge zu vergessen. Und damit meine ich korrekte Lauftechnik, Trainingsprogression, Trainingsplan, passende Ernährung und Assistenz-Übungen die meine Leistung bei Progressionsbarrieren steigern.

Verlässt man sich nur auf die Technik, überlegt nicht mehr selber und eignet sich das nötige Wissen nicht mehr an, dann schafft man nicht nur eine „Nation/Generation von Idioten“ sondern man wird immer nur Mittelmaß bleiben.

Wenn du dich bewegen möchtest, dann tue es einfach! Ohne Gadgets, Apps und Tracker – und du wirst selbst sehen wie du dich steigerst!

Passende Artikel zum Thema:

Gutes Video zum Thema:
Ps: ich denke wir sollten generell das Smartphone ab und zu aus der Hand legen. Wenn wir nur noch tracken, verwalten, analysieren und planen …. wo bleibt da der Spaß an der Sache?

Merken

Categories:
  Fitness-Tracker, Geist, Motivation, Positive Auswirkungen von Bewegung
this post was shared 0 times
 000
About

 Michael

  (116 articles)

Michael Fenböck ist Fitness-Trainer und Gründer von Fitness-Schmiede.at, begeisteter Blogger und seit vielen Jahren leidenschaftlicher Kraftsportler. Hier erfährst du mehr über ihn: Meine Geschichte

Leave a Reply

Your email address will not be published.


*