Sport macht das Gehirn jung und flexibel

By Michael 3 Jahren agoNo Comments
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Sport macht das Gehirn jung und flexibel
Zwei Dinge hört man immer wieder: „Sport ist Mord“ und „Sport ist gesund“ – eigentlich genau konträr zueinander!

Ersteres rührt meistens von schlechter Ausführung, Untrainiertheit und damit erhöhter Verletztungsanfälligkeit oder schlicht weg Unachtsamkeit her. Tatsache ist, dass Sport und Bewegung eine Vielzahl an positiven Effekten mitbringen und sowohl für Körper, als auch für den Geist sinnvoll sind.

Forscher haben jetzt bestätigt was wir aus der Praxis schon wussten: Regelmäßiger Sport hält das Gehirn jung, weil die Anpassungsfähigkeit erhalten bleibt.


Die Studie: Sport macht das Gehirn jung und flexibel

Die Studie „Voluntary Physical Exercise Promotes Ocular Dominance Plasticity in Adult Mouse Primary Visual Cortex wurde im „Journal of Neuroscience“ veröffentlicht und behandelt die Auswirkung von Bewegung auf das Gehirn.

Sport macht Mäuse gesund - und Menschen!

Sport macht Mäuse gesund – und Menschen!

Für die Untersuchung wurden Mäuse, die ein Laufrad im Käfig hatten, mit solchen in Standardkäfigen verglichen. Das Ergebnis war, dass bei jenen Nagern OHNE Laufrad eine bestimmte Form der Anpassungsfähigkeit neuronaler Schaltkreise in der Sehrinde des Gehirns (Plastizität) bald abnahm und im Alter von 110 Tagen überhaupt nicht mehr nachweisbar war .

Bei den anderen Mäusen, also jenen MIT Laufrad war diese Plastizität bis zum Alter von mindestens 242 Tagen vorhanden, schilderte die Neurobiologin Siegrid Löwel von der Universität Göttingen.

Außerdem konnte diese Art jugendlicher Anpassungsfähigkeit sogar bei erwachsenen Mäusen in einem Alter wiederhergestellt werden, in dem die Sehrindenplastizität üblicherweise nicht mehr vorhanden ist„, erklärte die Mitautorin Franziska Greifzu.

Auf Menschen übertragbar?

Laut den Untersuchungen der Forscherinnen spricht viel für eine Übertragbarkeit auf den Menschen. Um die Sehrindenplastizität zu verbessern waren lediglich wenige Tage freiwilliges Training im Laufrad nötig. Das zeigt, dass es niemals zu spät ist, um von sportlicher Betätigung zu profitieren!

Löwel spricht weiter, dass aus der Praxis bekannt sei, dass „Sport Vorteile für die psychische Gesundheit biete, die Stimmung hebe, Depressionen entgegenwirke oder den Rückgang kognitiver Fähigkeiten verlangsame!

Jeder, der viel Sport macht kann das sicher bestätigen. Bei bestimmten Arten von Bewegung kann man den Kopf gut abschalten, man konzentriert sich auf die einzelnen Schritte, auf die Atmung, auf die nächste Schwierigkeit und lastet den Körper mal so richtig aus.

Egal ob das beim Wandern, Slack-Linen, Gewichtheben oder Crossfit ist…
Man sollte sein eigenes Ding finden….
Den Ort wo man abschalten kann!

Für mich persönlich ist etwa Wandern oder Gewichtheben sehr meditativ. Ich kann nachdenken, der Kopf ist frei und alle Probleme scheinen weniger relevant als jenes Problem welches genau vor mir liegt: der Gipfel oder das Gewicht über dem Kopf.


Fazit

Es ist schon seit längerem bekannt, dass Sport und Bewegung die neuronalen Verbindungen im Gehirn verstärken und neu aufbauen. Da ist es völlig irrelevant wann man damit beginnt – als Jugendlicher, als Erwachsener oder sogar Pensionist – profitieren tut man immer!

Die Studien beweisen, dass Sport die psychische Gesundheit erhöht, vor Demenz schützt, Erkrankungen vorbeugt und letztendlich zu mehr Lebensfreude beiträgt.

Unsere Gesundheit ist nicht in Stein gemeißelt – sie ist ein Produkt unserer Lebensweise!
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Michael Fenböck ist Fitness-Trainer und Gründer von Fitness-Schmiede.at, begeisteter Blogger und seit vielen Jahren leidenschaftlicher Kraftsportler. Hier erfährst du mehr über ihn: Meine Geschichte

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