Unser Körper: ein Konto für die Gesundheit

By Michael 3 Jahren ago3 Comments
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Unser Körper - ein Konto für die Gesundheit-Fitness-Schmiede

„Ich habe nur wenig Zeit – da zahlt sich der Weg ins Fitnessstudio doch gar nicht aus!“

„Einmal pro Woche Sport? Da braucht man ja gleich gar nicht gehen…“

„Ich bin zu müde zum sporteln!“

„Früher hab ich mich eh immer viel bewegt!“Das hör ich ständig!Wenn man fragt was passiert ist, dass man mit Sport aufgehört hat, hört man oft: „Das Leben ist passiert!“

Das ist auch völlig verständlich: Wenn man etwa nach der Uni mit einem Vollzeit-Job beginnt, eine Familie gründet, umzieht oder krank wird… irgendetwas kommt immer dazwischen und oft hat man das Gefühl gar nichts weiter zubekommen.

Aber jetzt die gute Nachricht: Dein Körper ist wie ein Konto für die Gesundheit!  Man zahlt ein- und aus. Jede Bewegung, jede körperliche Aktivität sorgt für ein Plus, jedes Nichtstun für ein Minus… im besten Fall hast du noch einiges an Gesparten und im schlechten Fall machst du Schulden!

Use-it or lose-it

Unser Körper ist ein ziemlich geniales Konstrukt (schon mal über Gott nachgedacht?!)! So wie er aufgebaut ist, wie die Muskeln in ihrem Kraftvektor funktionieren und wie beeinflussbar er ist … das ist alles schon sehr beeindruckend.

Wir sind in der Lage uns an jegliche Situation sehr schnell anzupassen. Nicht nur das, der Körper sorgt auch dafür, dass wir diese Situation beim nächsten Mal noch besser bewältigen. Das ist das Prinzip von Stress und die Reaktion des Körpers darauf.

Wenn man also jeden Tag auf die Jagd nach Mammuts gehen muss, dann bewirkt das einen Kraftreiz und die Muskeln werden stärker und ausdauernder. Und wenn man jeden Tag sitzt und nur den Daumen für das Smartphone benutzt so werden auch diese Positionen und Bewegungen gestärkt und optimiert.

Damit einher geht auch die Tatsache, dass alles „Überflüssige“ eher abgebaut wird um schlicht und einfach Energie zu sparen. Braucht man die Muskeln nicht, dann weg damit – kostet nur Energie! Braucht man den aufrechten Gang (sitzen) kaum, dann verkürzen sich Sehnen und Muskeln in diesem Bereich – das Sitzen wird einfacher.

Der Körper „erinnert“ sich an früher

Muskelzellen die vorher trainiert waren, behalten die zusätzlichen Satelliten-Zellen wodurch der Muskel bei wiederkehrendem Training schnell wieder das alte Level erreicht.

Muskelzellen die vorher trainiert waren, behalten die zusätzlichen Satelliten-Zellen wodurch der Muskel bei wiederkehrendem Training schnell wieder das alte Level erreicht.

Das Gute ist, dass wenn man mal viel Sport gemacht hat, dann bleiben die Grundlagen recht lange erhalten. Bei Muskelaufbau lagern sich Satelliten-Zellen (Myoblasten) in die Muskelzellen ein. Satelliten-Zellen sind Stammzellen die erst bei entsprechendem Reiz zur Muskelzellenreparatur und -vermehrung eingesetzt werden.

Die bleiben auch bei längerer Pause erhalten. Wenn man dann später wieder beginnt so kann man mit dieser Grundlage schnell wieder das alte Level erreichen.

Ein ähnlicher Effekt ist beim Ausdauertraining zu sehen nur, dass anstatt von Satelliten-Zellen, vermehrt Mitochondrien (Kraftwerke der Zellen) gebildet werden.

Du siehst: was auf deinem Konto für deine Gesundheit eingezahlt wurde, bleibt auch erhalten!

Der Körper als Konto für deine Gesundheit

Wenn du auf das Konto für die Gesundheit viel einzahlst, dann kannst du noch lange davon zehren!

Wenn du auf das Konto für die Gesundheit viel einzahlst, dann kannst du noch lange davon zehren!

Es ist also nicht egal ob man wenig oder gar nichts für seinen Körper tut. Jedes kleine bisschen trägt zu einem größeren Guthaben auf unserem „Gesundheitskonto“ bei. Egal, ob man nur einmal in der Woche oder einmal im Monat etwas tut – klar, mehr wäre besser aber das „wenige“ ist auch nicht unerheblich!

Und wann wird ausgezahlt?

Dann, wenn uns es schlechter geht. Das heißt bei Krankheit oder im Alter!

Trainierte Menschen haben eine viel schnellere Erholung nach Verletzungen, Operationen oder Krankheiten. Sie werden auch erst gar nicht so krank oder verletzen sich stark weil die Skelettmuskulatur den Körper genau vor so etwas schützen soll… es ist quasi ihr JOB!

Fazit

Der Körper ist unser Werkzeug und es ist ein ziemlich geniales noch dazu. Die Medien wollen immer gleich ein schlechtes Gewissen machen und die Trainingspläne sind oft auf 3-4x pro Woche je eine Stunde ausgelegt. Das ist natürlich das Optimum nur darf man dabei nicht vergessen, dass nicht jedem so ein Luxus an Zeit zur Verfügung steht.

Ich merke es selber bei mir: 4x pro Woche Training ist fix nur dann noch schnell diesen Termin, jenes erledigen oder sei es auch nur hier einen Artikel fertigzustellen. Zeit ist relativ und man sollte sich nicht fertig machen lassen wenn es einmal nicht klappt. Wenn man 90% richtig macht, dann dürfen ein paar Ausreißer sein…. es sollten aber Ausreißer bleiben!

Wichtig ist Bewegung in den Alltag einzubauen. Am Weg zur Arbeit, von der Arbeit nach Hause spazieren, in der Arbeit öfters aufstehen und strecken… und schon zahlst du auf dein Konto für die Gesundheit ein!

Es zahlt sich aus!

bleib stark!

Dein Michael

 

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Categories:
  Biologische Grundlagen, Motivation, Muskelaufbau, Positive Auswirkungen von Bewegung, Tipps Für Den Arbeitsalltag
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Michael Fenböck ist Fitness-Trainer und Gründer von Fitness-Schmiede.at, begeisteter Blogger und seit vielen Jahren leidenschaftlicher Kraftsportler. Hier erfährst du mehr über ihn: Meine Geschichte

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