Kriegserklärung dem Schweinehund

By Michael 3 Jahren ago6 Comments
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Keine Chance dem Schweinehund
Es geht wieder einmal nichts weiter… man bekommt den Hintern nicht hoch, kann sich nicht motivieren, das Cheat-Meal verwandelt sich in eine Cheat-Woche und das macht alles schrecklich unglücklich! Schluss damit! Es wird Zeit dem Schweinehund zu zeigen wer wirklich der Herr im Haus ist.

Erfahrt in diesem Artikel warum der Schweinehund Teil unserer Persönlichkeit ist und ein paar Schritte dazu, wie man ihn im Zaum hält…


Darf ich vorstellen? Der innere Schweinehund!

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(c) Onlinewahn.de

Wikipedia bezeichnet den innerern Schweinehund als „Allegorie der Willensschwäche, die eine Person daran hindert, unangenehme Tätigkeiten auszuführen, die entweder als ethisch geboten gesehen werden (z. B. Probleme anzugehen, sich einer Gefahr auszusetzen etc.), oder die für die jeweilige Person sinnvoll erscheinen (z. B. eine Diät einzuhalten).

Umgangssprachlich würde man sagen, dass er zur Gattung der Zeiträuber, Fortschrittsbremsen und Schwindler gehört. Er ist Champion der Ausreden und Symbol der Willensschwäche.

Kurz: er sorgt für die extreme Schwerkraft in der Früh, die dich ans Bett fesselt und am Abend sodass du nicht von der Couch aufstehen kannst um etwa Joggen zu gehen. Er kümmert sich um das gute TV-Programm GERADE wenn man ins Gym gehen wollte oder er schickt Freunde die GENAU in den Trainingszeiten etwas machen wollen. Er ist ein ganz ein Schlauer und wirft uns mit Freude Sand ins Getriebe.

Dadurch, dass er uns so in der Komfortzone hält, erleben wir nur Dinge die „ok bis gut sind“ und nie Situationen, die wir als „toll und großartig“ bezeichnen würden. Für manche (begnügsame) Menschen ist das vielleicht in Ordnung nur meiner Meinung nach beraubt man sich dadurch selbst: Die besten und tollsten Dinge passieren außerhalb der Komfortzone!

Das Gefühl, dass entsteht wenn man sich aus der Komfortzone heraustraut und über sich selbst hinauswächst ist unbeschreiblich: man fühlt sich glücklich, frei und fröhlich!


7 Schritte, die mir gegen den Schweinehund geholfen haben

Es gibt im Internet schon genug psychologische Herangehensweisen und Zeitungsartikel darüber, wie man am besten den Schweinehund besiegt. Deswegen möchte ich an dieser Stelle mehr darüber erzählen was konkret bei mir funktioniert hat. Kein leerer Text sondern knallharte Ergebnisse der Lebensschule – Mein persönlicher Schweinehund war nämlich besonders dick, fett und mächtig! (… und jetzt ist er fit, schlank und hat ein Six-Pack ;))

  1. Aufhören mich selber zu belügen
    Ehrlichkeit ist wichtig – vor allem zu sich selbst. Sobald ich angefangen habe nur noch realistische Ziele zu setzen, ging mehr weiter und ich habe sie regelmäßig übertroffen. Kein Bein-Workout war je so hart wie das Ungeplante! Würde ich das planen… ich würde mich davon drücken!
  2. Ich habe angefangen – und zwar klein
    Am Anfang steht die Entscheidung: Jeder Champion hat an einem Punkt in seinem Leben entschieden eine bestimmte Richtung zu verfolgen. Und er hat ganz klein angefangen! Ein Schumacher hat sicher erst Runden in einem Tretroller absolviert bevor er in einen Benziner gestiegen ist. Keine Scham und Furcht vor dem „klein anfangen“ es macht sich keiner über euch lustig da ihr bereits weiter seid als jene die immer noch auf der Couch sitzen!
  3. Ich suchte mir Freunde, die selber viel erreichen wollen
    Ein interessanter Punkt – hast du Freunde, die dich fordern, motivieren, unterstützen? Oder solche die ihr Leben nicht im Griff haben und dich mit runterziehen weil sie keinen Spiegel vor Augen haben wollen?
  4. Zu wissen wann ich aufgeben oder weitermachen soll
    Keine Angst vor dem Aufhören – scheitern gehört zum Leben und macht uns stärker! Zu wissen wann man besser aufgeben oder weitermachen soll verhilft zu großen Fortschritten.
    Passender Artikel: Aufgeben oder Weitermachen?
  5. Einen Trainingspartner suchen
    Mir hat es sehr geholfen, ein oder zwei gute Freunde für sportliche Aktivitäten zu finden. Ich weiß genau wen ich anrufe um zu wandern, um ins Gym oder Joggen zu gehen. Man unterstützt sich gegenseitig und lässt die Ausreden des Anderen kaum gelten…
  6. Ich habe mir Raum für Ausnahmen geschaffen
    Ein Plan ist sehr gut nur von „in Stein meißeln“ halte ich wenig. Man muss überlegen warum man denn das alles macht: wenn ich mich für einen Wettbewerb vorbereite, dann verlangt das sicherlich mehr Disziplin als ein Auspowern unter Freunden. Familie und Freunde sind schließlich auch wichtig und wenn es wichtige Gründe gibt dann kann man schon einmal das Training verschieben. Wo bleibt sonst der Spaß und die Freude? Nur: übertreibt es nur nicht – ich spreche von verschieben nicht absagen!
    Passender Artikel zu Feiern:  Essen ohne zunehmen: Tipps für Feiern und Co
  7. Gesundes Verhältnis beibehalten
    Immer Maß und Ziel bei den sportlichen Aktivitäten im Auge behalten! Es bringt nichts wenn man zwar super im Training vorankommt aber gleichzeitig Freunde und Familie im Stich lässt. (Umgekehrt natürlich genauso!) Ein gesundes Verhältnis ist also anzustreben und das ist bei jeder Person verschieden. Generell halte ich Extreme für weniger erstrebenswert da es oft blind für andere, genauso wichtige Dinge macht. Auch hier rede ich vom Training von Hobbysportlern – Wettkämpfe oder der Profisport verlangen eine differenziertere Herangehensweise!

 

Fazit: Nicht unterkriegen lassen!

Gipfelstürmer Michael Fenböck

Gipfelstürmer Michael Fenböck

Trau dich und setze den ersten Schritt … Zögern war gestern!

Ich habe selbst erfahren wie schwer es manchmal sein kann, den Schweinehund zu besiegen. Schaffte ich es nicht, dann fühlte ich mich unzufrieden, unglücklich und unwohl – habe ich es trotz widriger Umstände geschafft, dann war ich ausgeglichen, zufrieden, wach und fröhlich.

Ich habe auch bemerkt, dass wenn ich in einer Sache mich traue und über mich hinauswachse, dann geht auch in allen anderen Lebensbereichen etwas weiter. Grund ist, dass man die Freude und Energie nach außen ausstrahlt und seine Mitmenschen ansteckt. Dabei ist es egal ob man am Abend doch noch Joggen gegangen ist oder als Anfänger eine 6er Wand bestiegen hat – was zählt ist, dass man es geschafft hat dem Schweinehund ordentlich in den Hintern zu treten!

Lass mich also erfahren wie es dir gegangen ist, als du über dich selbst hinausgewachsen bist!

bleib stark!

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  Abnehmen, Frauen Im Gym, Geist, Motivation, Positive Auswirkungen von Bewegung
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About

 Michael

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Michael Fenböck ist Fitness-Trainer und Gründer von Fitness-Schmiede.at, begeisteter Blogger und seit vielen Jahren leidenschaftlicher Kraftsportler. Hier erfährst du mehr über ihn: Meine Geschichte

6 Comments

  • Astrid sagt:

    Weitere Idee: Trainingstermine mit sich selber ausmachen. Und am besten auch im Kalender eintragen, damit das eine Art Ritual wird, über das man nicht mehr nachdenken muss.
    Tolles Foto übrigens!

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