Freude und Shopping: Warum du Shopping-Center manchmal meiden solltest

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Freude und Zufriedenheit_ Warum du Shopping-Center manchmal meiden solltest

Alle Jahre wieder, kommt das Christuskind…. und der Shopping – Wahaaaansinn, lalalalalaaaa. Unter dem Jahr geht es ja fast noch aber an den Weihnachtswochenenden ist in den Shopping-Centern die Hölle los. Warum quält man sich durch gefühlte Millionen an Menschen nur um in überteuerten, überparfümierten und überbeschallten, künstlichen Umgebungen nach ‚was kaufbarem zu suchen? Und das wird dann alles noch als „Freude durch shoppen“ oder auch als „Shopping-Erlebnis“ benannt.

Ihr merkt schon – ich bin kein großer Freund von Shopping… Überraschung!

Wenn man ab und zu einkaufen geht, dann kein Problem – Zeugs braucht man halt. Jedoch führt eine ständige Reizüberflutung dazu, dass der Kopf voll wird, die Gedanken nicht frei fließen können, man wird generell unausgeglichen und bekommt kaum was anständiges weiter. Die Gesundheit leidet durch steigenden Blutdruck, Stresshormone und natürlich durch nervige Leute!

Hier ist warum und wie man zu einem guten Ausgleich kommt…

Gesichter der Menschen am Berg vs im Shopping-Center

Michael Fenböck fröhlich am Himmel in Wien

Michael Fenböck fröhlich im, äh, am Himmel in Wien

Den größten Unterschied merke ich am Berg. Als leidenschaftlicher Wanderer bin ich oft irgendwo unterwegs. Hauptsache es geht ‚rauf! Mir gefällt die gleichmäßige, meditative Bewegung als Abwechslung zum Gym.

Man setzt Schritt auf Schritt, konzentriert sich darauf wo man hintritt und wie man atmet. Der Kopf wird frei und die Gedanken können wieder frei fließen.

Am Gipfel wird man belohnt von herrlicher Aussicht und ein angenehmes Gefühl macht sich im Herzen breit. Das Gefühl davon „etwas großes geschafft zu haben“. Hat man die Täler und Bergkulisse vor sich, dann fühle ich mich frei und es scheint, als alle Probleme im Tal zurückgeblieben wären. (Die vertragen anscheinend keine Höhenluft!) Das verschafft mir den nötigen Abstand um objektiv die Problem anzugehen und Lösungen zu entwickeln. Am Berg kommen mir daher auch immer die besten Ideen.

Diese Atmosphäre und Situation am Berg dürfte sich also stark auf die Freude und das Verhalten der Menschen auswirken. Man sieht eigentlich keine schlecht gelaunten Menschen. Jeder hat ein Lächeln im Gesicht, scheint fröhlich und zufrieden, man grüßt sich und redet freundlich miteinander.

In der Stadt ist das anders.

Wenn ich beim Shopping spontan Menschen anrede, da ich gerade eine Situation kommentiere, habe ich of das Gefühl, als würden sie gleich die Polizei rufen. Naja, ein wenig übertreiben ist das schon.

Aber sieh dir doch einmal, ganz objektiv die Gesichter der Menschen in Shopping-Centern an: generell eher gestresst und gehetzt!

Warum sind Menschen am Berg eher fröhlicher und beim Shopping eher gestresst?

Getreidegasse Salzburg - Menschenmassen am Shopping-Fitness-Schmiede.at

Getreidegasse in Salzburg – Menschenmassen am Shopping – und alle im Weg!

Sicher gibt es Studien dazu, man könnte das wissenschaftlich erforschen oder einfach den gesunden Menschenverstand benützen. Es sind einfach Dinge, die mir im Laufe der Zeit stark aufgefallen sind und die immer mehr werden.

Die großen Einkaufszentren haben alle eine stark veränderte, künstliche Atmosphäre. Überall haschen Geschäfte auf deine Aufmerksamkeit. Die Einkaufszentren selber und die Geschäfte werden eigens beduftet, damit man sich „zu Hause“ fühlt. Die Produkte werden ins rechte Licht gerückt, es gibt Musik, Ansagen und Werbetafeln und hunderte Menschen.

Das ist alles für sich nicht unbedingt schlecht, in Kombination sorgt die künstliche Atmosphäre jedoch für eine komplette Reizüberflutung deiner Sinne.

Manchen Leuten fällt das mehr auf, manchen weniger. Wir Menschen gewöhnen und an alles und so merkt man das oft gar nicht mehr. Ganz stark fällt mir der Unterschied auf, wenn ich so ein Shopping-Center wieder verlasse – auf einmal ist ganz viel Druck, Lärm und Geruch verschwunden und die frische Luft führt zu einem sofortigen Anheben der guten Laune.

Drinnen muss man ständig entscheiden, auswählen, vergleichen weil man möchte ja das beste für sein Geld! Das Problem ist nur: man hat nur eine gewisse Anzahl an freien Entscheidungen pro Tag zur Verfügung. Irgendwann ist es genug und man kann und will nicht mehr entscheiden.

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Wandern senkt Blutdruck und Cholesterinspiegel

Wandern findet gerade eine neue Renaissance, denn die Menschen erkennen, dass Bewegung an der frischen Luft das wirksamste Mittel ist, sich aus emotionalen Anspannungen oder Stress zu befreien. Es geht weg von Reizüberflutung und hin zu frischer Luft, eindrucksvollen Panoramen und Sinneseindrücken, an die man sich noch lange erinnert.

Jetzt, im Zeitalter der Schnelllebigkeit, des Burnouts, der Depressionen, Überlastung und des chronischen Übergewichts herrscht ein großes Verlangen nach „Entschleunigung“ und nach „Durchatmen“. Wandern ist da das Medikament erster Wahl.

Am Berg oder im Wald erleben wir endlich wieder Stille. Durch die Zeit in der Natur kehrt wieder Ruhe in uns ein, wir werden aufnahmebereit für Sinneseindrücke aus der Umgebung. Unser Kopf wird freier, Verspannungen fallen ab, wir hören nur das Rauschen des Windes ringsherum.

Aber auch für die Gesundheit, ist die Zeit in der Natur förderlich. Laut einer Studie des österreichischen Forschungsinstituts VIVIT senkt regelmäßiges Aufwärtsgehen die Cholesterinwerte deutlich und durch kontrolliertes Abwärtsgehen wird auch im Muskel weitaus mehr Zucker abgebaut als beim normalen Gehen. Eine andere Studie, diesmal von der Universität Innsbruck, ergab, dass sich durch regelmäßiges Wandern erhöhter Blutdruck deutlich senken lässt.

Durch den Stress beim Shopping erhöht sich dagegen der Blutdruck. Das dort angebotene Fast-Food trägt auch nicht unbedingt zu einer schlanken Linie oder optimaler Gesundheit bei und die Sinne werden eher abgestumpft als geschärft.

Fazit: Extreme sind selten gut

Die Einkaufszentren machen nur das, was funktioniert und was ihre Kunden annehmen. Das heißt aber nicht, dass man sich diesen Reizen ständig und vollkommen blind aussetzen sollte. Viele verbringen ihre Samstage in Shopping-Centern ohne wirklich „etwas zu brauchen“. Man schaut halt.

Es tut gut ab und zu Abstand zu nehmen um zu sehen ob mir gewisse Dinge auch wirklich gut tun. Ein Tag in der Natur ist da sehr gut. Hier kann man bestens seinen Gedanken freien Lauf lassen, da es keine Ablenkung und keine externen Reize gibt.

Aber um richtig und objektiv entscheiden zu können, muss der Kopf frei sein. Geh in die Natur oder auf einen Berg und du verstehst was ich meine!

Viele Menschen, die ich kenne sind oft nicht ausgeglichen, gereizt und gestresst. Und trotzdem setzten sie sich diesen Reizen beim Shopping aus anstatt einen Schritt zurück zu treten, den Kopf frei zu bekommen und so wieder ein inneres Gleichgewicht zu finden.

Du hast nur eine gewisse Anzahl an freien Entscheidungen zur Verfügung! Überlege also gut, wofür du sie nutzt – Dinge, die dir schon lange wichtig waren wie etwa Abnehmen, ins Gym gehen, sich um die Familie kümmern, was „gescheites“ zu lesen oder auch mal wieder seit langem in die Kirche zu gehen?! Oder um zu überlegen, ob du lieber den grünen oder roten Pulli nehmen willst?!

Öffne deine Augen!

Bleib stark!

Dein Michael

 

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Michael Fenböck ist Fitness-Trainer und Gründer von Fitness-Schmiede.at, begeisteter Blogger und seit vielen Jahren leidenschaftlicher Kraftsportler. Hier erfährst du mehr über ihn: Meine Geschichte

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