Gute Vorsätze umsetzen – Erwartung vs Realität: 3 Schritte um den Teufelskreis zu durchbrechen

By Michael 9 Jahren ago2 Comments
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Gute Vorsätze umsetzen - ein langer Weg? Fitness-Schmiede.at

Die Zeit rund um Weihnachten und Neujahr ist die Zeit der guten Vorsätze. Jeder kennt sie, jeder hat sie: mit dem Rauchen aufhören, sich mehr um den Partner kümmern, sich gesünder ernähren oder abnehmen und ganz oben auf der Liste: endlich mehr Bewegung machen! Aber wie kann man gute Vorsätze auch in die Tat umsetzen?

Und der Sporttrend-Report 2015 zeigt: Knapp über ein Drittel der österreichischen Bevölkerung bezeichnet sich als „sehr oder eher sportlich“. Ein weiteres Drittel schätzt seine Sportlichkeit weder als besonders gut noch als besonders schlecht ein und das letzte Drittel gibt offen zu „eher oder sehr unsportlich“ zu sein.

Wir haben hier sozusagen eine Dreiteilung der Bevölkerung. Tendenziell sind die Österreicher in ihrer Selbsteinschätzung aber sehr fit und sportlich. Hier haben wir es natürlich auch mit einem sozial erwünschten Antwortverhalten zu tun„, sagte Thomas Schwabl vom Meinungsforschungsinstitut marketagent.com. Der Angabe bei der Umfrage nach der sportlichen Aktivität stehe nämlich der ausgeprägte Wunsch nach mehr Bewegung gegenüber: Drei Viertel der befragten Österreicher im Alter von 14 bis 69 Jahren würden gerne mehr Sport treiben.

Erwartung und Realität sind daher in Punkto Selbsteinschätzung oft meilenweit auseinander. Was kann man also dagegen tun und wie durchbricht man den Teufelskreis?

Gute Vorsätze umsetzen Schritt 1: Umgib dich mit Leuten und Medien, die dir ein positives Bild vermitteln

Ein wesentlicher Punkt um Schritte 2 und 3 zu schaffen. Es setzt quasi die Rahmenbedingungen für die weiteren Schritte. Die Überlegung dahinter ist folgende: Medien aller Art, aber auch Menschen beeinflussen deine Sicht auf die Dinge dieser Welt.

Wenn ich mir viele Bilder von tollem Essen ansehe, dann regt sich bei mir meistens der Wunsch danach und ich bin erst zufrieden, wenn ich toll essen war. Bei Bildern von knackigen Fitness-Model dagegen passieren oft eines von zwei Dingen: entweder es motiviert oder es deprimiert.

Aber auch die Menschen in deiner Umgebung nehmen starken Einfluss auf dich: wenn meine Mutter sagt: putz dir die Zähne, dann höre ich auf sie weil ich weiß, dass es mir gut tut. Sagt sie aber: „schinde dich nicht so beim Training“ oder „jetzt hast aber schon genug Muskeln, gell?!“ dann höre ich wohl eher nicht auf sie – sorry Mum!

Der Punkt ist: umgib dich bewusst mit Menschen, die dir gut tun; die dich positiv beeinflussen; die dich weiter nach vorne bringen. Genauso mit den Medien: wenn du dir Bilder, Fotos oder Videos ansiehst, die falsche Erwartungen an dich regen, dann befass‘ dich nicht länger damit. Du wirst viel freier und kannst dich eher auf die wirklich wichtigen Sachen in deinem Leben konzentrieren.

Hier kommen wir auch zum nächsten Schritt…

Schritt 2 um Neujahrsvorsätze einzuhalten: Vor falschen Erwartungen lösen

Viele, die bei mir zum Training kommen zögern zu Beginn da sie ja „untrainiert sind“ – dabei ist das ja das Ziel vom Training. Sie haben Angst nicht mitkommen zu können aber wie soll man fitter werden ohne Training? Wenn man schon fit ist, dann passt doch eh alles.

Noch etwas paradoxes: Viele mit denen ich rede, erzählen mir dann immer was ich als Trainer „hören möchte“. Sie erzählen mir wieviel Sport sie früher gemacht haben, dass sie eigentlich eh sportlich sind es aber gerade nicht geht wegen *fülle beliebiges Argument hier ein*!

Es geht um eine realistische Selbsteinschätzung. Es ist ok nicht regelmäßig Mr. Universe zu gewinnen. Es ist auch ok, wenn man alltagsbedingt nicht 10x pro Woche hartes Krafttraining machen kann. Familie, Freunde, Job aber auch Krankheiten verlangen ihre Aufmerksamkeit und das ist auch gut so. Du musst selbst entscheiden, was dir wichtig ist im Leben und das dann auch bewusst durchziehen.

Das heißt aber auch, dich vor falschen Erwartungen zu lösen!

Dadurch lebst du gleich viel freier und eine große Last verschwindet einfach. Lass dich nicht vom Leben treiben und reagiere auf das, was kommt sondern nimm‘ dein Leben aktiv in die Hände. Du hast die Wahl! Wähle gut und dann finde deinen Frieden mit der Entscheidung. Kommst du später drauf, dass das nicht die richtige Entscheidung war, dann warst du vorher nicht ehrlich zu dir.

Jene Menschen, die bei der Umfrage angegeben haben sportlich zu sein, sich gleichzeitig aber als sehr sportlich einschätzen waren nicht ehrlich zu sich selber. Sei keiner von denen!

Gute Vorsätze umsetzen Schritt 3: warte nicht bis etwas passiert um etwas zu ändern

Das ist auch ein wiederkehrendes Phänomen – immer muss zuerst etwas passieren, damit sich etwas ändert. Da ist es egal, ob Politik, Natur oder das eigene Leben gemeint sind. Erst ein dramatisches Ereignis bewegt uns dazu, uns schlagartig verändern (zu können). Warum das so ist, weiß ich auch nicht. Nenne es Bequemlichkeit, Starrsinn oder einfach Alltag – auf jeden Fall hindert uns der eigene Schweinehund daran vorausschauend zu handeln. Das weiß jeder, der schon einmal Buchhaltung machen oder eine Seminararbeit abgeben musste.

Wichtig ist der erste Schritt. Du musst anfangen. Das nimmt dir keiner ab.

Und denke nicht, du musst gleich einen Marathon bewältigen. Beginnen tust du mit einer Runde um den Block. Dann zwei Blöcke und so weiter. Hier sind wir wieder bei Punkt 2 gelandet – hege keine überambitionierten Erwartungen an dich selber, bei denen du weißt, dass du sie sowieso nicht erfüllen wirst.

Fang‘ klein an, aber fang‘ auf jeden Fall an! Warte nicht auf Neujahr, deinen Geburtstag oder bis zum Beziehungsende um anzufangen gesünder zu leben, mehr Sport zu treiben oder abzunehmen. Wenn du es jetzt nicht schaffst, dann schaffst du es zu anderen Zeitpunkten auch nicht!

Fazit: Nimm dein Leben selbst in die Hand!

Das ist natürlich viel leichter gesagt, als getan! Ich weiß wovon ich schreibe, denn mir ist das selber auch passiert. Im nachhinein scheint es so einfach doch zu Beginn steht man vor einem riesigen Berg und weiß nicht wie man den überwinden kann.

Aber je näher man dem Berg kommt, desto mehr zeichnen sich Wege aus und man erkennt den Pfad, der zum Gipfel führt.

Sei keiner von denen, die sich nur wünschen etwas zu verändern.  Jeder hat andere Gründe, die ihn daran hindern zu beginnen. Probleme hat jeder. Aber jetzt heißt es: Keine Ausreden mehr – einfach beginnen. Du wirst sehen, wie sich alles zum Positiven hin verändert!

So kannst du dann schließlich auch gute Vorsätze umsetzen!

bleib stark!

dein Michael

 

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  Geist, Motivation, Positive Auswirkungen von Bewegung
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 Michael

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Michael Fenböck ist Fitness-Trainer und Gründer von Fitness-Schmiede.at, begeisteter Blogger und seit vielen Jahren leidenschaftlicher Kraftsportler. Hier erfährst du mehr über ihn: Meine Geschichte

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