Leistungsgrenzen erkennen: ich kann nicht mehr vs. ich kann nicht mehr

By Michael 1 Jahr ago2 Comments
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Leistungsgrenzen erkennen - ich kann nicht mehr vs. ich kann nicht mehr

Eigene Leistungsgrenzen erkennen ist schwerer als gedacht: Im Zuge meiner Trainings bemerke ich sehr oft, dass es den Menschen schwer fällt einzuschätzen, ob sie noch weitermachen können oder nicht. Dabei gibt es markante Unterschiede zwischen „ich kann nicht mehr“ und „ich kann nicht mehr“. 

Sich in Leistungsspitzen zu bewegen erfordert Training und Wille. Kommt man dort hin, so merkt man schnell: die Belohnung ist es auf jeden Fall wert!

Eigene Leistungsgrenzen erkennen

Gute Trainer erkennen schon im Gesicht seiner zum Leiden determinierten Kunden ob sie noch Power übrig haben oder nicht. Deshalb wirken die Trainer auch immer etwas „übermotiviert“, obwohl es eher darum geht, dass die Athleten ihre eigenen Grenzen austesten.

Gerade zu Beginn vom Training fehlt es an Muskelkoordination und Muskelfaserrekrutierung, weshalb von Haus aus nicht die komplette Kraft zur Verfügung steht. Außerdem fehlen noch die anerobe sowie aerobe Ausdauer (ausreichend rote Blutkörperchen zum Sauerstofftransport sowie Mitochondrien zur Energieproduktion) sowie die Anpassung deines Nervensystems auf die erhöhte Belastung.

Wenn du mit Sport irgendeiner Art beginnst, dann stellt sich dein Körper auf diese Belastung ein. Dein Körper funktioniert nämlich nach dem Use-it-or-lose-it-Prinzip und das heißt, dass er sich auf alles was du machst anpasst – sei es jetzt gut oder schlecht!

Du kannst deine Leistungsgrenzen erkennen wenn:

  • Deine Muskeln einfach aufhören zu arbeiten – bei Belastungen bis 30 Sekunden (anerobe, alaktazide Ausdauer)
  • Deine Muskeln anfangen zu brennen bis es so stark wird, dass du sie nicht mehr kontrahieren kannst – bei Belastungen bis 2 Minuten (anerobe, laktazide Ausdauer)
  • Es dir beim Laufen heiß/kalt über den Rücken rennt und du damit die aerob-anaerobe Schwelle erreichst – ab ca 5-10 Minuten wenn du schneller läufst und damit mehr Energie verbrauchst als die Atemkette zur Verfügung stellen kann (aerobe Ausdauer)

Alles davor ist noch lange keine Leistungsgrenze! Ja, es tut weh, es ist ungewohnt und dein Körper schreit: Oida, bist deppat!? Aber glaub mir: in dir steckt wesentlich mehr Kraft und Power als du denkst!

Wie kann man seine Leistungsgrenzen überwinden?

Als erstes nimmst du ca. 3 Meter Anlauf und trittst deinem Schweinehund mal so richtig in den Hintern!

Denn: Der Körper folgt dem Geist! „Willst“ du nicht mehr, dann hört auch dein Körper auf sich anzustrengen. Der Geist gibt immer als erstes auf also lass dich nicht unterkriegen: die besten Dinge passieren eben nur außerhalb der Komfortzone!

Im zweiten Schritt kommt das Training. Wichtig sind hier folgende Grundprinzipien:

  • Progression – regelmäßige Steigerung denn Stillstand ist Rückschritt
  • Intensität – es soll anstrengen aber nicht überanstrengen
  • Spezifität – mach das was deinem Ziel entspricht

Und was ist die Belohnung für das Ausreizen der Leistungsgrenzen?

Viele, die ich trainiere denken oft: „Warum soll ich mir das überhaupt antun? Es tut nur weh und was bringt’s überhaupt?!“

Wenn auch du so denkst, dann hast du schon verloren. Du bringst dich dabei um ein unglaubliches Gefühl des Erfolges.

Dieses Erfolgserlebnis wirkt sich auf dein gesamtes Leben aus: plötzlich bekommst du mehr weiter im Leben, du bist fröhlicher, hast eine stärkere Ausstrahlung was dir in Job und Alltag hilft, du wirst stressresistenter, dich bekommt weniger unter denn dein Körper ist gewohnt mit Stress umzugehen. Dadurch wirst du weniger krank, hast weniger Beschwerden, dein Körper läuft auf Hochtouren und du fühlst dich besser denn je!

Ist es das nicht wert zu versuchen?

bleib stark!

dein Michael

 

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 Michael

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Michael Fenböck ist Fitness-Trainer und Gründer von Fitness-Schmiede.at, begeisteter Blogger und seit vielen Jahren leidenschaftlicher Kraftsportler. Hier erfährst du mehr über ihn: Meine Geschichte

2 Comments

  • Tim sagt:

    Starker Artikel! Bitte mehr davon.
    Was wirklich wicht ist, Anfänger nicht zu überfordern. Sie verlieren sonst zu schnell die Lust.
    Nach und nach werden die Anfänger von selbst anfangen ihre Grenzen zu teste. Hierbei kann ein Trainer
    sehr wichtig sein. Meistens ist deutlich mehr möglich, als man auf den ersten Blick erkennt. Gute Trainer können
    einen deutlich besser an die Leistungsgrenzen bringen.

    • Michael sagt:

      Danke für dein Kommentar!
      Und du hast völlig Recht – gerade bei Anfänger sollte noch „Spaß“ im Vordergrund stehen, denn sie haben noch nicht genug Power und Ausdauer um Spaß am Workout zu finden. Da zählen Faktoren wie Community, Abwechslung und ne gute Zeit viel mehr mMn. Trainer können da echt viel rausholen wenn man geduldig genug ist!

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